Unsere Schule - Unsere Meinungen!
Uns ist es wichtig, dass künftig die Meinung von uns Schülern nicht mehr ignoriert werden kann. Deshalb fordern wir, auf allen Ebenen mehr auf die Interessen der Schüler einzugehen. Beginnend bei der Unterrichtsgestaltung (es soll auch das unterrichtet werden, was uns interessiert) über das SchülerInnenparlament an der Schule (Vollversammlung aller Schüler einer Schule) bis hin zum Landesschulgemeinschaftsausschuss (Gremium für Eltern-, Lehrer- und Schülervertreter).
Landesschulgemeinschaftsausschuss (LSGA)
Um auf Landesebene mehr Mitbestimmung durch alle Schulpartner zu ermöglichen, fordern wird die Einführung und gesetzliche Verankerung des Landesschulgemeinschaftsausschusses (LSGA). Lehrer, Eltern und Schüler haben die Möglichkeit, je vier Vertreter in den LSGA zu entsenden – AHS, BMHS, BS und Pflichtschulen - und darin ähnlich wie im SGA über Schulthemen zu diskutieren und gemeinsam Beschlüsse zu fassen. In wichtigen Schulfragen soll seine Zustimmung nötig sein, beziehungsweise soll der LSGA über ein Vetorecht verfügen. Den Vorsitz führt der Präsident des Landesschulrates.
Um nicht auf langwierige Gesetzesänderungen warten zu müssen, fordern wir jetzt einen Oberösterreichischen Schulpartnergipfel, welcher als Pilotprojekt beweisen soll, dass Schulpartnerschaft funktioniert und einer der wichtigsten Bestandteile des Österreichischen Bildungssystems ist.
SchülerInnenparlament (SIP) an der Schule
Schüler müssen sich direkt an der Schule organisieren und absprechen können. Das SIP ist ein Gremium, in dem alle Schüler einer Schule unter dem Vorsitz ihrer Schülervertretung gemeinsam ihre Wünsche und Anliegen diskutieren und Anträge beschließen können. Diese dienen als Arbeitsgrundlage für die Schülervertretung. Künftig sollen gesetzlich sechs Unterrichtseinheiten pro Semester für die Durchführung eines SIPs an der Schule zur Verfügung stehen.
Mitgestaltung des Unterrichts
Die Lerninhalte eines Unterrichtsgegenstands sollen sowohl von Lehrkraft als auch von allen Schülern festgelegt werden. Dabei muss selbstverständlich der Lehrplan weitestgehend eingehalten werden, doch es muss Platz für aktuelle Geschehnisse und spezielle Interessen der Klasse sein.
In Kombination mit kultiviertem Lehrerfeedback sollen die Schüler der Lehrkraft auch mitteilen, unter welchen Unterrichtsmethoden sie besonders gut lernen und welche sie nicht als förderlich empfinden.


